«Wir wollen, dass Sie gesund reisen und zurückkommen!»

Nicht nur bei Reisen nach Kenia kann Fieber zur Gefahr werden. Dieses Jahr wird vor allem das Fussballfieber in Brasilien für erhitzte Köpfe sorgen. Damit die Weltmeisterschaft nicht im Krankheitsfall endet, haben wir unseren Experten, den Allgemeinmediziner Dr. Bron, um Tipps zur Vorbereitung gebeten.

  • Impfungen: Für die Einreise nach Brasilien sind prinzipiell keine Impfungen nachzuweisen, jedoch können Massenversammlungen Infektionskrankheiten begünstigen und deshalb ist es ratsam, dass  Sie überprüfen, ob Sie alle Grundimmunisierungen der Kindheit (Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern und Polio) erhalten haben.
     
  • Dengue Fieber: Diese virale Krankheit wird durch tagaktive Mücken übertragen, vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang (ihre Aktivität ist in der Morgendämmerung und einige Stunden vor Sonnenuntergang am grössten). Das Ansteckungsrisiko ist in den Städten, wo sich die Mücken in Wasserbehältern vermehren, und während der Regenzeit, am höchsten.
     
  • Malaria: Malaria kommt in den Zentren der Städte nicht vor. Wenn Sie sich im Amazonas, im Norden und Nordwesten aufhalten, besteht die Gefahr, sich mit Malaria zu infizieren.
     
  • Sexuell übertragbare Infektionen: In Austragungsorten der Fussball WM wird die Prostitution ansteigen. Es besteht ein hohes Risiko von Geschlechtskrankheiten, darunter auch HIV/AIDS bei jeglichem ungeschützten Geschlechtsverkehr.
     
  • Medizinische Versorgung und Deckung von Heilungskosten: Die medizinische Versorgung ist in den meisten öffentlichen Spitälern ungenügend und die hygienischen Verhältnisse sind teilweise prekär. Es wird empfohlen, Privatkliniken zu wählen. Diese verlangen eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (Kreditkarte oder Vorschusszahlung).  Die Behandlungskosten in diesen Kliniken liegen häufig weit über denen  in der Schweiz. Die schweizerischen gesetzlichen Krankenkassen dürfen im Ausland entstandene Kosten jedoch nur nach der schweizerischen Tarifordnung erstatten (bis zum doppelten Betrag, den die gleiche Behandlung in der Schweiz gekostet hätte). Der Abschluss einer Heilungskostenzusatzversicherung (TCS Heilungskosten) ist daher stark zu empfehlen.
Ist Ihr Pass noch gültig?

Für die Einreise nach Brasilien benötigen in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger einen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültigen Schweizerpass.

Für Aufenthalte bis zu 90 Tagen ist kein Visum erforderlich.

Vorzuweisen sind das Billett/Ticket für die Rück- oder Weiterreise, die gültigen Papiere zur Reisefortsetzung ins nächste Land sowie ein Beleg für ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts. Die Einreise kann sonst verweigert werden.

Alle Reisenden müssen eine Ein- und Ausreisekarte ausfüllen, die normalerweise an Bord der Flugzeuge / Schiffe / Busse kurz vor Ankunft in Brasilien ausgeteilt wird. Die Ein- und Ausreisekarte muss sorgfältig mit dem Reisepass aufbewahrt werden. Diese wird bei der Ausreise wieder zurückverlangt.

Kriminalität

Erfahren Sie mehr über Kriminalität in Brasilien auf den Seiten des EDA.

Führerausweis und Autovermietung

Der Schweizerische Führerausweis ist anerkannt. Es ist jedoch dringend empfohlen und sogar vorgeschrieben, sich noch vor der Abfahrt einen internationalen Führerausweis (mit Erklärungen auf Portugiesisch) zu besorgen. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Sektionen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich. In Brasilien beträgt das Mindestalter für einen Führerscheininhaber 21 Jahre.

Bitte beachten Sie, dass für Fahrzeugführer absolutes Alkoholverbot gilt! Wer ein Fahrzeug mietet, sollte dieses möglichst vorab in der Schweiz bei einem international agierenden Anbieter buchen. Im Vertrag sollte eine ausreichende Versicherung eingeschlossen sein (z.B. Haftpflichtversicherung mit mindestens 1 Mio. US Dollar Deckung im Schadenfall).Wenn möglich den Selbstbehalt im Schadenfall ausschliessen. Der TCS rät, immer den Sicherheitszustand des Wagens vor Fahrtbeginn zu überprüfen (z.B. funktioniert das Licht, sind Gurte vorhanden?). Werden schon vor der Fahrt Mängel am Fahrzeug festgestellt, muss dies vor dem Antritt der Fahrt dem Vermieter gemeldet und schriftlich festgehalten werden. Autofahrer dürfen in Brasilien innerorts nur 30 km/h fahren, ausserorts 60 bis 80 km/h. Auf den Autobahnen gilt ein Tempolimit von 100 bis 120 km/h.Beim Mieten von Fahrzeugen sollte stets die Tankregelung „Full to full“ gewählt werden.

Nützliche Adressen in Brasilien:

Der TCS verfügt über ein Netzwerk an Kontakten und Partnern quer durch Brasilien, welche Deutsch, Französisch und Portugiesisch sprechen. Zögern Sie nicht, die ETI Einsatzzentrale im Bedarfsfall anzurufen. Wir geben Ihnen gerne die Ansprechpartner in der Nähe Ihrer aktuellen Reisedestination weiter.

Allgemeine Notruf-Nummer: 190

Telefonnummern der Touristenpolizei (Auskunft meist ausschliesslich in portugiesischer Sprache):

Brasilia: +55 61 3329 5600
Foz de Iguaçu (Iguassu Fälle): +55 45 3523 3036
Manaus: +55 92 3652 1656
  +55 92 3631 1135
Recife: +55 81 3184 3437
  +55 81 3322 4088
  +55 81 3322 4867
Rio de Janeiro: +55 21 2332 2924
  +55 21 2332 2885
  +55 21 2332 2889
São Paulo : +55 21 2332 2889

 

Unsere Dienstleistungen und Ratschläge:
  • Notfälle: In Notfällen, z.B. bei Diebstahl, Verlust von Papieren und Geld oder bei einem Unfall, sind die Mitarbeiter der ETI Einsatzzentrale rund um die Uhr erreichbar unter +41 58 827 22 20. Die Schweizerische Botschaft ist unter +55 61 3329 5600 erreichbar.
  • Adressen von Ärzten und Krankenhäusern in Brasilien: Informationen erhalten  Interessierte bei unserer ETI Einsatzzentrale unter +41 58 827 22 20. Unser medizinisches Fachpersonal steht Ihnen für Auskünfte jederzeit zur Verfügung.
  • Umfassender Versicherungsschutz: Umfassender Versicherungsschutz: Wir empfehlen Ihnen den TCS ETI Schutzbrief Welt abzuschliessen. Damit stellen Sie sicher, dass, wenn Ihnen etwas Unvorhergesehenes zustossen sollte, Ihnen sofortige Hilfe durch unsere ETI Einsatzzentrale zu Gute kommt. Gemäss Bedarf kann es sinnvoll sein, zusammen zum ETI-Schutzbrief eine Heilungskosten Zusatzversicherung abzuschliessen (Unterbringung in Privatkliniken möglich).
     
  • 24h/24h Live Dolmetscherdienst: Als ETI Begünstigter kommen Sie in den Genuss dieser Dienstleistung. Bei Verständigungsproblemen vor Ort rufen Sie einfach unter +41 58 827 66 55 an. Gemäss der gewünschten Sprache werden Sie umgehend mit dem entsprechenden Dolmetscher verbunden. Sie verfügen über ein Gesprächsguthaben von 30 Minuten pro Jahr.
Zur Person

Dr. med. Christophe Bron, M.Sc.

Medizinischer Direktor

Herr Dr. Bron ist medizinischer Direktor bei der Fachstelle für medizinische Assistance (ETI-Med) beim TCS. Er und sein Team bieten den ETI Schutzbriefinhabern medizinische Beratungen an. Mehrere Gesundheitsfachleute stehen dafür an 365 Tagen rund um die Uhr im Einsatz. Das Team informiert auch über medizinische Einrichtungen im Ausland oder organisiert Rückführungen, wenn dies notwendig ist. 

Dank ETI-Med haben die Inhaber des ETI Schutzbriefes schneller einen Arzt als Gesprächspartner und die Abwicklung ist somit effizienter. Herr Dr. Bron uns sein Team beraten ihre Versicherten im Ausland und solche, die sich in Kürze auf eine Reise ins Ausland begeben und medizinische Fragen beantwortet haben wollen.


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